Welche Gebrauchskategorie haben Frequenzumrichter?

Zur richtigen Auswahl eines geeigneten Haupt- oder Netzschütz vor einem Frequenzumrichter muß man die Gebrauchkategorie des Frequenzumrichters wissen. Diese Information liefern die Gerätehersteller des Frequenzumrichters selten direkt in den Datenblättern. Irrtümlich könnte man nun annehmen, das die letztendliche Last, der Elektromotor, eine AC3-Last ist und danach der Schütz auszuwählen sei. Der Netzschütz schaltet in diesem Fall jedoch nicht direkt den Elektromotor, sondern der Leistungsschütz wird nur den 230/400 V Frequenumrichter ein- oder ausschalten.

Die Auswahl erfolgt -in der Regel- nach AC1

Frequenzumrichter werden als ehr ohmsche Last eingeordnet. Zur Auswahl eines geeigneten Netzschütz berücksichtigt man den Eingangs-Bemessungsnennstrom des Frequenzumrichters ILN ohne Netzdrossel. Die Auswahl erfolgt in der Regel nach dem thermischen Dauerstrom und somit Gebrauchskategorie AC1. Wer bei der Schützauswahl eine Leistungsreserve einplant sorgt somit für eine längere Anlagenverfügbarkeit.

Der Netzschütz hat dabei klassischerweise die Aufgabe des Hauptschütz oft auch als NOT-AUS-Abschalteinrichtung. Keinesfalls sollte der Schaltschütz vor dem Frequenzumrichter für den Tipp-Betrieb des Frequenzumrichters verwendet werden. Die Pausenzeit zwischen Aus- und Einschalten sollte gut 60 Sekunden sein. Das dient zur Kühlung der Kontaktflächen und Reduzierung der Kontaktbelastung.

Auswahl für Einsätze Anwendungsgebiet der UL:

Netzseitige Schaltgeräte zur Installation und Betrieb nach UL-Zulassungsbedingungen müssen einen 1,25fachen Eingangsstrom berücksichtigen können. Für UL-Anwendungen müssen somit entsprechend leistungsstärker Netzschütze ausgewählt werden.

 

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